21. Oenologisches Symposium von Eaton:
Die Schlüssel zum Erfolg im Weinherbst 2017


Datum: 11/9/2017

imageLANGENLONSHEIM … Zum 21. Oenologischen Symposiums der Filtration Division des Energiemanagement-Unternehmens Eaton trafen sich am 30. August 2017 mehr als 130 Weinexperten im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz in Neustadt an der Weinstraße. Auf dem traditionellen und wichtigen Branchentreffen zu Beginn des Weinherbstes stellten nationale und internationale Referenten topaktuelle Themen vor und beantworteten oenologische Fragestellungen. Neben Vorträgen rund um das Thema Weinbereitung blieb Zeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion. Ein Highlight der besonderen Art war der Vortrag des Key-Speakers Norman Gräter, der dem Auditorium lebendig und energiegeladen die fünf Schlüssel zum Erfolg überreichte.

Nach der Begrüßung durch Sebastian Jenne als Branchenvertriebsleiter Wein und Sekt (Eaton Technologies, Langenlonsheim) und dem Institutsleiter für Weinbau und Oenologie der DLR-Rheinplatz Prof. Dr. Ulrich Fischer startete das Programm mit dem Impulsvortrag „Gute Produkte brauchen gute Geschichten!“. Darin veranschaulichte Manuela Rehn von der Strategieberatung Grüne Köpfe aus Berlin, wie ökologisch verantwortungsvoll positionierte Produkte (u.a. Clean Food) mit authentisch Geschichten erfolgreich ihre Käufer ansprechen und überzeugen. Dr. Jürgen Sigler (Staatliches Weinbauinstitut Freiburg) leitete anschließend zur Weinthemenvielfalt über, referierte über die Temperatureffekte auf Analytik und Sensorik bei der Maischegärung von Spätburgunder und resümierteje höher die Gärtemperatur, desto besser die Farbstabilität. Danach erläuterte Johannes Burkert (Bayrische Landesanstalt für Weinbau und Oenologie, Veitshöchheim) den Einfluss des osmotischen Drucks auf Saccharomyceten und Nicht-Saccharomyceten bei der alkoholischen Gärung von Süßweinen. Achim Rosch (DLR Mosel, Bernkastel-Kues) fasste die Fakten und Erfahrungen zum Einsatz des Schutzkolloids Carboxymethylcellulose (CMC) in der Weinstabilisierung zusammen, damit sich jeder Teilnehmer die Frage beantworten konnte „CMC, ein Wundermittel? Ja, nein, vielleicht?“. Die Gratwanderung des reduktiven Ausbaus von Sauvignon Blanc und wie viel Sauerstoff sinnvoll ist, balancierte Prof. Dr. Ulrich Fischer (DLR Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße) aus und ging zusätzlich auf die H2S-Bildung und den Kupfereinsatz im Weißwein ein. Dr. Lorenzo Preyer (Chr. Hansen, Dänemark) komplettierte das Vormittagsprogramm mit dem Thema „BioProtektion – Die Vorteile der Beimpfung mit Milchsäurebakterien“ und zeigte praxisnah, wie auf effektive und natürliche Weise unerwünschte Aromen und Stoffwechselprodukte gehemmt und so die Weinqualität erhöht werden kann.

Nach der Mittagspause katapultierte der Key-Speaker und Motivationstrainer Norman Gräter aus Berlin das Auditorium aus der wohlbekannten Komfortzone hinein in die Zone „Where the magic happens“ (Wo das Wunder geschieht). Energiegeladen und humorvoll präsentierte er anschauliche Beispiele und Wege, um jedes gesteckte Ziel zu erreichen. Mit dem Anker und fünf Schlüsseln legte er den Teilnehmern das Rüstzeug für seine Überzeugung „Erfolg hat nur, wer handelt!“ in die Hand. Mit dem Vortrag „25 Minuten überraschende Informationen über die verrückte amerikanische Weinindustrie“ verblüffte David Stevens (Davon International, USA) anschließend die deutschen Weinexperten und lüftete mit der Verkostung einer roten Flüssigkeit, das Geheimnis, wie Traubensaft der Rebsorte Concord in Amerika schmeckt. Prof. Dr. Manfred Großmann (Hochschule Geisenheim) beleuchtete das Thema „SO2-Nutzung im Spannungsfeld zwischen schwefelfreiem Naturwein, EU-Bio-Verordnung und Schwefelfressern“ und zeigte neben dem Bedarf und den Effekten auch Einsparmöglichkeiten auf. Prof. Dr. Ramón Mira de Orduña Heidinger (University of Sciences and Art, Schweiz) griff das SO2-Thema auf und veranschaulichte den Einfluss von Sulfiden nicht nur auf den Wein, sondern auch sehr scharfsinnig und verständlich auf die Umwelt und den menschlichen Stoffwechsel. Mit der App „Restzuckerberechnung“ stellte Bernhard Schandelmaier (DLR Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße) eine digitale und einfache Alternative zur Restzuckerbestimmung mittels Grundformel und Korrekturfaktoren für Smartphonenutzer vor. Karl Burger (Lallemand, Österreich) präsentierte, wie mit der Kombination aus einem neuen Trockenreinzuchthefestamm mit reduzierter Alkoholbildung und einer komplexen Ernährung der Hefe reintönige, aromareiche und langlebige Weine produziert werden können.

Zum Abschluss der Vortragsreihe gab Dr. Ilona Schneider (Eaton Technologies, Langenlonsheim) traditionell einen Ausblick auf den Herbst 2017 mit dem aktuellen Reifeverlauf in den großen Weinbaugebieten Deutschlands. Als diesjährigen Schwerpunkt prognostizierte sie die Behandlung boytritisgeschädigter Trauben. Die Schlüssel zum Erfolg im Weinherbst 2017 liegen dafür in der effektiven Mostvorklärung mit pektolytischen Enzymen und Aktivkohle sowie der optimalen Hefenährstoffversorgung für eine zügige alkoholische Gärung ohne Fehltöne.

Die Filtration Division von Eaton ist führender Anbieter für die Filtration von Flüssigkeiten und unterstützt Unternehmen dabei, die Produktqualität zu verbessern, die Produktionsleistung zu steigern, Mitarbeiter und Maschinen zu schützen und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Mitarbeiter von Eaton auf der ganzen Welt machen für ihre Kunden den Unterschied aus, da sie eine außergewöhnliche Kundenerfahrung bieten, Probleme durch umfassendes Anwendungswissen lösen und innovative Filtrationslösungen entwickeln. Die Filtrationsprodukte von Eaton werden weltweit hergestellt und verkauft. Weitere Informationen erhalten Sie unter Eaton.com/filtration.

Die Eaton Corporation ist ein diversifiziertes Energiemanagementunternehmen, das 2016 einen Umsatz von 19,7 Mrd. US-Dollar erzielte. Mit energieeffizienten Lösungen unterstützen wir unsere Kunden bei einem effektiveren, sichereren, effizienteren und nachhaltigeren Management von elektrischer, hydraulischer und mechanischer Energie. Wir von Eaton haben uns dem Ziel verschrieben, durch den Einsatz unserer Energiemanagement-Technologien und -Dienstleistungen für mehr Lebensqualität zu sorgen und die Umwelt zu schützen. Eaton beschäftigt ca. 95.000 Mitarbeiter und verkauft Produkte an Kunden in mehr als 175 Ländern. Weitere Informationen finden Sie auf Eaton.com.